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Christina Aguilera


 

Christina Maria Aguilera  (* 18. Dezember 1980 in Staten Island, New York) ist eine US-amerikanische Popsängerin. Bekannt wurde sie als Moderatorin des Mickey Mouse Club. Sie ist mit Jordan Bratman verheiratet.

Biografie
Christina Aguilera wuchs in Wexford, Pennsylvania auf. Ihr Vater, Fausto Wagner Xavier Aguilera, ist Unteroffizier in der U.S. Army und stammt aus Ecuador, ihre Mutter Shelly Loraine Fidler ist Spanisch-Übersetzerin und Violinistin aus Pittsburgh, Pennsylvania.
Die Eltern ließen sich scheiden, als Christina sechs oder sieben Jahre alt war. Nach der Scheidung der Eltern lebte sie mit ihrer jüngeren Schwester Rachel und ihrer Mutter im Haushalt der Großmutter in Pittsburgh. Diese Großmutter war die erste Person, die Aguileras stimmliche Fähigkeiten bemerkte. Aguilera wollte von Kindesbeinen an professionelle Sängerin werden und bewunderte Sängerinnen wie Billie Holiday, Ella Fitzgerald, Etta James, Judy Garland, Madonna, Whitney Houston und Mariah Carey. Sie nahm schon als Kind an Talentwettbewerben teil und war in der Nachbarschaft als das „kleine Mädchen mit der großen Stimme“ bekannt.
Während ihrer Zeit in Pittsburgh sang sie die amerikanische Nationalhymne vor Spielen der Pittsburgh Steelers und Pittsburgh Pirates. Ihre erste größere Rolle in der Unterhaltungsindustrie übernahm sie 1993, als sie im Disney Channel den Mickey-Maus-Club moderierte. Dort arbeitete sie unter anderen mit Britney Spears und Justin Timberlake. 1994 wurde die Mickey-Maus-Show eingestellt und Aguilera begann Demos aufzunehmen, um einen Schallplattenvertrag zu erhalten. Einige dieser Demos wurden im Zuge ihres späteren Erfolgs unter dem Titel „Just Be Free“ gegen ihren Willen veröffentlicht.

Musikalische Karriere

1998–2001

1998 wurde sie ausgewählt, den Song „Reflection“ für den Disney-Zeichentrickfilm Mulan zu singen. Der Song erreichte Platz 16 der amerikanischen Single-Charts und wurde für einen Golden Globe Award nominiert. RCA Records gab Aguilera in derselben Woche einen Plattenvertrag.
“Genie in a Bottle“ war der kommerzielle Durchbruch für Christina Aguilera. Das Lied war sowohl im Radio als auch bei den Plattenverkäufen erfolgreich. Ihr Album „Christina Aguilera“ wurde in den USA am 24. August 1999 veröffentlicht. Es wurde alleine in den USA mehr als acht Millionen mal verkauft und wurde Nummer eins der Billboard-Charts. Drei Single-Auskopplungen wurden Nummer eins, eine Auskopplung Nummer drei in den Charts.
Im Februar 2000 erhielt sie bei der 52. Grammyverleihung den Grammy als „Best new artist of 1999“; dies gilt als Überraschungserfolg, da zu dieser Zeit nur die Single „Genie in a bottle“ ausgekoppelt war. Desweiteren traf Christina auf eine Konkurrenz mit starken Verkaufszahlen wie Britney Spears, Kid Rock oder Macy Gray.
Im Jahr 2000 folgte sie dem allgemeinen Latin-Trend und veröffentlichte ihr erstes spanisch gesungenes Album „Mi Reflejo“. Darauf befinden sich spanisch gesungene Versionen ihres Debüts und zusätzliche spanische Lieder. Nach einem Monat folgte die Weihnachts-CD „My kind of Christmas“.
Trotz des großen Erfolgs ihres Debütalbums war Aguilera mit der Musik und dem Image unzufrieden, die ihr Management für sie bereithielten. Zu dieser Zeit wurde sie als Teenie-Pop-Künstlerin vermarktet. Öffentlich verkündigte sie, dass ihr nächstes Album sowohl musikalisch als auch textlich mehr Tiefgang haben werde. In diesem Zusammenhang trennte sie sich nach einem Rechtsstreit von ihrem Manager.
Im Jahre 2001 arbeitete sie mit Mya, Lil' Kim und Pink zusammen und veröffentlichte „Lady Marmalade“. Der Song erreichte in vielen Ländern Platz eins und gewann einen Grammy in der Kategorie „Best Pop Collaboration with Vocals“. Es ist der Titelsong des Films "Moulin Rouge!".

2002–2003

Am 29. Oktober 2002 folgte nach langer Verzögerung Aguileras zweites englischsprachiges Album „Stripped“. Die meisten Lieder auf dem Album wurden von Aguilera mitgeschrieben, einige davon haben einen biographischen Bezug.
Musikalische Einflüsse auf diesem Album sind Rhythm and Blues, Gospel, Soul, Hip-Hop und sogar Jazz (auf „Impossible“, einer Zusammenarbeit mit Alicia Keys). In der Musikkritik wurde „Stripped“ sehr wohlwollend aufgenommen und als zweiffellose Weiterentwicklung der Künstlerin gewertet.
Das neue Image der Nachwuchsdiva wurde allerdings von den meisten amerikanischen Kritikern nicht so gut aufgenommen wie ihre anfängliche PR als unschuldige Pop-Kindsfrau zum Erstlingsalbum: Kontroverse, sehr freizügig und demonstrativ sexualisierte Outfits erregten bei Videoclippremieren und Auftritten die Öffentlichkeit. Auch ließ sie sich für Magazine wie Maxim, Rolling Stone und Cosmo Girl nackt und halbnackt fotografieren. Sie bestritt, dass dies aus Publicity-Gründen geschah, vielmehr wolle sie damit ihr Image ihrer Persönlichkeit anpassen.
Dieses neue Image hatte in den USA einen teils negativen Effekt. „Stripped“ erreichte in den US-Charts nur die Top 5, trotz der letztlich vierfachen Platin-Auszeichnung, und die Single-Auskopplungen hatten nur mäßigen Erfolg auf den 20er- bis 40er-Rängen der Billboard Hot100, mit Ausnahme der Grammy-prämierten Ballade „Beautiful“, die bis in die Top 3 der Hot100 aufstieg. Stripped setzte in den USA ca. vier Millionen Exemplare ab. Weltweit konnte die LP mit 13 Millionen Verkäufen an den Erfolg ihres Debutalbums anknüpfen, was eine sehr hohe Leistung in der Musikbranche ist; auch die Singleauskopplungen erreichten sämtlich beinahe überall Hitstatus. Ihre US-Tournee von 2003 (gemeinsam mit Justin Timberlake und den Black Eyed Peas als Vorgruppe) wurde von den Rolling-Stone-Lesern zur besten des Jahres gewählt.
Während der MTV Video Music Awards im August 2003 kam es während der Eröffnungsperformance mit Madonna und Britney Spears zu jeweils einem Kuss der Jüngeren mit der Queen of Pop. In den Medien sorgte jedoch nur der Kuss mit Britney Spears für Sensationsmeldungen.

2004–2006

Aguilera vollzog 2004 einen Wechsel hin zu einem erwachseneren Image. Sie änderte erneut ihre Haarfarbe, nahm den Werbesong Hello für Mercedes-Benz auf und stellte ihr Gesicht für die A-Klasse des Automobilherstellers zur Verfügung.
Im Vorfeld der amerikanischen Präsidentschafts-Wahlen engagierte sie sich in einer Kampagne dafür, dass junge Leute zur Wahl gehen sollten. Dies unterstrich sie auch bei Auftritten in Talk-Shows wie der von Oprah Winfrey und einer Show auf MTV, die sie moderierte. Ende 2004 veröffentlichte Aguilera zwei Singles, Car Wash aus einem Disney-Soundtrack und Tilt Ya Head Back als Kooperation mit Nelly, die außerhalb der USA recht erfolgreich waren. Im November 2004 wurde außerdem ihre erste Live-DVD von einer Konzert-Tour im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Dezember 2004 stellte sie Ihr Parfum Xpose vor, welches es bis jetzt noch nicht in Deutschland zu kaufen gibt.
Februar 2005 gab sie ihre Verlobung mit Jordan Bratman bekannt, den sie am 19. November 2005 in Napa Valley heiratete. Für eine Zusammenarbeit mit Herbie Hancock – ein Cover von Leon Russell – im August 2005 erhielten die beiden eine Grammy-Nominierung und traten gemeinsam bei der Verleihung auf. Außerdem erinnerte sie sich ihrer Wurzeln und trat beim 50. Geburtstag von Disneyland auf, wo sie „When You Wish Upon a Star“ vortrug. Sie arbeitete auch mit Andrea Bocelli bei dem Lied „Somos Novios“ zusammen. Das dazugehörige Album „Amore“ von Bocelli wurde Anfang 2006 veröffentlicht.
Aguilera hat mehrfach ihr Interesse bekundet, Schauspielerin zu werden. Die ihr bis dahin angebotenen Rollen hat sie jedoch stets abgelehnt. Sie lehnt es ab, Rollen zu übernehmen, die ihr oder ihrem Charakter ähneln und wartet weiter auf passende Angebote.
Am 11. August 2006 veröffentlichte sie ihr drittes Studioalbum unter dem Titel Back to Basics. Es beinhaltet die Hitsingle Ain't No Other Man und ist von der Musik der 20er, 30er und 40er Jahre beeinflusst.

Auszeichnungen

Grammy Awards
  • 2000: Best New Artist: Christina Aguilera
  • 2002: Best Pop Collaboration with Vocals: „Lady Marmalade
  • 2004: Best Female Pop Vocal Perfomance: „Beautiful
Latin Grammy Award
  • 2001: Best Latin Pop Vocal Album: „Mi Reflejo“
  • DVDs
  • 2000: Genie gets her wish (US #1)
  • 2001: My Reflection (US #1)
2004: Stripped – Live in the U.K. (US #3)

 

 

 

 

 

 

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